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Von der Bedeutung oder Bedeutungslosigkeit Shakespeares
in der Literaturgeschichte!
Wer kennt nicht: „Sein oder nicht Sein, das ist hier die
Frage!“? Aber wer kennt? „Purpose is just the slave to memory, of violent
birth but poor validity.“? (Entscheidungen werden nur schwer getroffen, und
meist halten wir sie schon fünf Minuten später nicht mehr ein, nur in unserer
Erinnerung leben sie als Misserfolg weiter.)
War das die Bedeutung dieses Schriftstellers?
Wahrscheinlich nicht! Zur Zeit von Shakespeare gab es noch die Regeln für
Theaterstücke von Aristoteles. Zum Beispiel: Die Einheit der Zeit und des
Ortes. Das bedeutete, dass ein Bühnenstück, das 3 Stunden dauerte, auch nur
eine Handlung umfassen konnte, die in der Wirklichkeit nur 3 Stunden in
Anspruch nahm. Ein Teil der Handlung konnte deshalb auch nicht in Sparta und
dann in Athen stattfinden.
Shakespeare interessierte das alles nicht. Er brach
damit, aber ohne ein neues System aufzubauen. Wieviel geistreicher umging ein
Corneille dieses Problem in seinem Werk: „L’illusion comique“. Ein alter Mann
wollte wissen, was sein Sohn, den er 20 Jahre nicht gesehen hatte, gemacht
habe und wo er sich derzeit aufhalte. Deshalb begab er sich zu einem
Wahrsager, der ihm das alles in einer riesigen Glaskugel zeigte, in der
Schauspieler diese Szenen spielten. Corneille hat somit die Grenzen
überschritten, ohne gegen die Regeln offen zu verstoßen.
Der Engländer hat sehr viele Dinge aus dem Italienischen
einfach übersetzt (Romeo und Julia usw.), von Titus Livius gestohlen
(Kleopatra und Antonius) oder nachgeahmt (Henrys und Richarddramen) als
Verarbeitung der Geschichte des 100-jährigen Krieges, und einige keltische
oder germanische Legenden verarbeitet. Und er war zwischen Edmund Spencer und
der Viktorianischen Zeit einer der wenigen englischen Schriftsteller in
England überhaupt.
Also, ein Trampel, der zur richtigen Zeit der einzige war
und dessen Muttersprache zufällig auch noch zur Weltsprache aufstieg?
Bis zur Zeit von Lessing, der 1756 seine „Hamburgische
Dramaturgie“ schrieb, gab es in Deutschland durch seine politische
Zerstückeltheit (Deutschland sah politisch aus, wie ein Flickenteppich, was
eine kulturelle Einheit unmöglich machte.) eigentlich kein deutsches Theater.
Englische Theatergruppen traten damals auf sehr vielen deutschen Bühnen auf
und beeinflussten die Literatur des Landes, zum Beispiel Schillers
„Wallenstein“ usw.
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Else
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Else
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Else
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Else
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Else
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Freitag, 5. Dezember 2014
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